1. Woche
Die Tour startet in der pulsierenden Hauptstadt Argentiniens. Gemeinsam erledigen Sie in Zusammenarbeit mit einem Hafenagenten und der Reiseleitung die Formalitäten für die Ausschiffung der Wohnmobile.
Buenos Aires begeistert mit seinem internationalen Flair: Die bunten Holzhäuser von La Boca, das schicke Recoleta, die Plaza mit dem Regierungspalast und der Obelisk auf der breitesten Strasse der Welt. Das Sahnehäubchen bildet der Besuch einer mitreissenden Tangoshow.
Nachdem Sie Ihr Wohnmobil im Hafen empfangen und sich alle mit Lebensmittel, Diesel und Gas versorgt haben, verlassen Sie die Metropole in südlicher Richtung.
2. Woche
Die Atlantikküste Argentiniens ist das reinste Tierparadies. Sie begegnen Guanakos, Magellan-Pinguinen, Seelöwen und Seeelefanten, mit etwas Glück auch Gürteltieren. Bei einer Bootstour auf der Halbinsel Valdéz sehen Sie – auch mit etwas Glück, das sich bisher auf jeder Tour eingestellt hatte! – die riesigen Südkaper-Wale aus nächster Nähe. Kurz danach warten die Magellan-Pinguinkolonie auf Sie. Freuen Sie sich zudem auf zahlreiche Seevögel, Seelöwen und sogar Delphine.
3. Woche
Mehrere Tage fahren Sie durch die endlos erscheinende Pampa, übernachten zum Teil direkt am Meer inmitten einer einmaligen Natur.
Wir erreichen die Magellanstraße und setzen mit der Fähre nach Feuerland über.
Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt ist Ziel zahlreicher Kreuzfahrschiffe. Die Antarktis liegt nur 1.000km entfernt. Hier ist das offizielle Ende bzw. der südliche Beginn der Panamericana, zu dem Sie im Feuerland Nationalpark wandern oder fahren können. Mit etwas Glück können Sie auf Feuerland eine Königspinguin-Kolonie bewundern, die sich in den letzten Jahren aus der Antarktis hier angesiedelt hat.
4. Woche
In Chile erwartet Sie der Torres del Paine Nationalpark mit seinen grün-blauen Gletscherseen, tosenden Wasserfällen, vielfältiger Flora und Fauna, sowie markanten Felsformationen. Der Campingplatz ist eingebettet in herrlicher Landschaft. Auf dem Lago Grey treiben das ganze Jahr über blaue Eisberge des kalbenden Gletschers. Wer möchte, kann hier herrliche Wanderungen unternehmen und auch wer nicht gut zu Fuss ist, sieht bereits vom Wohnmobil aus viel von dieser bezaubernden Gegend.
Patagonien zeigt sich hier von seiner eindrucksvollsten Seite.
5. Woche
Sie übernachten auf einer landestypischen Estancia mitten in Patagonien und bekommen Einblicke in das argentinische Landleben und die Schafzucht. Abends geniessen Sie am offenen Feuer zubereitetes Lamm, eine lokale Spezialität.
Die Gletscherwelt im Süden Patagoniens bildet die grösste zusammenhängende Eismasse abseits der Polregionen. Dort den gewaltigen Perito Moreno Gletscher beim ohrenbetäubenden Kalben zu erleben, ist ein unvergessliches Erlebnis.
Tief beeindruckt erreichen Sie das Fitz Roy Massiv, eine weitere Attraktion im Nationalpark Los Glaciares. Der Fitz Roy gilt als Traumziel jedes Bergsteigers. Gleich daneben liegt die markante spitze Nadel des Cerro Torre. Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. An einem klaren Morgen erstrahlen die Bergspitzen bei Sonnenaufgang für wenige Minuten in einem leuchtenden Rot.
6. Woche
Die berühmte Ruta 40 führt durch eine weitläufige Grassteppe. Außer einem Nandu, Guanako oder Gürteltier begegnet Ihnen hier oft stundenlang keine Menschenseele. Weiter gegen Norden kommen Sie nach San Carlos de Bariloche, in die Schweiz Südamerikas mit ihrer lieblichen Berglandschaft. Ein Sessellift bringt Sie auf den Hausberg Campanario, der Ihnen einen wunderbaren Rundblick auf Berge und Seen erlaubt. Der Campingplatz liegt am Ufer des idyllischen Lago Nahuel Huapis. An dessen Ufer entlang geht es über die Anden wieder nach Chile.
7. Woche
Im Anschluss gelangen Sie in ein Gebiet, wo heute noch viele Deutschstämmige leben. Die Panamericana führt durch das Seengebiet Chiles, eingebettet in grüne Wiesen und umgeben von schneebedeckten Vulkanen. Bei gutem Wetter sehen Sie die ebenmässigen Kegel der Vulkane Osorno und Villarrica. Das schönste Thermalbad Chiles ist in einem natürlichen Canyon herrlich gelegen, umgeben von Wasserfällen und üppiger Vegetation.
Unterhalb von Santiago legen Sie noch einen Stopp auf einem Weingut ein, das ein Schweizer gegründet hat. Mit dem Wohnmobil übernachten Sie direkt neben den Weinreben. In Santiago de Chile vereinen sich Historie und Moderne. Bei einer Stadtrundfahrt lernen Sie die Hauptstadt des Landes und das gesellschaftliche Leben Chiles näher kennen. Die UNESCO-Stadt am Pazifik, Valparaíso, begeistert durch seine vielen Hügel, die bunten Häuser und die Schrägaufzüge.
8. Woche
Über eine gut ausgebaute Passstraße queren Sie die Anden. Unterwegs passieren Sie den höchsten Berg ausserhalb des Himalayas; mit 6.962m Höhe kratzt der Aconcagua an der 7.000er Marke. Über die argentinische Weinregion rund um Mendoza gelangen Sie in den Norden Argentiniens, wo sich das Mondtal mit seinen bizarren Felsformationen befindet.
Ein Highlight jagt das Andere und schon erfahren Sie einen der wohl spektakulärsten Andenpässe. Ein „überirdisches“ Farbenspiel mit den Büßerschneefeldern als Sahnehäubchen wartet auf Sie! Im sonnigen Elqui Tal wird der berühmte Pisco gebrannt, Nationalgetränk Chiles. In einer Pisco-Brennerei lernen Sie den Herstellungsprozess kennen. Die Region ist bekannt für ihren außergewöhnlich klaren Sternenhimmel, was der Grund ist, dass sich hier viele Observatorien befinden. Passionierte Astronomen erklären Ihnen die wichtigsten Sternkonstellationen und natürlich dürfen Sie auch einen Blick durchs Teleskop werfen. Sie entdecken dabei Sternenhaufen, die mit bloßem Auge gar nicht sichtbar sind. Über Ihnen erstrahlt das markante Kreuz des Südens.
9. Woche
Die Panamericana führt an der Pazifikküste entlang, wo Meer und Wüste aufeinandertreffen und einen unglaublichen Kontrast bilden. Wir gelangen in die Atacama, die trockenste Wüste der Welt. Von San Pedro de Atacama können Sie sich per Geländewagen in den Südwesten Boliviens fahren lassen (fakultativ). Hier gibt es bunte Lagunen, Flamingos und den Salar de Uyuni, den größten Salzsee der Erde. Die Landschaft ist einmalig auf der Welt und – nicht zuletzt wegen der Höhe – atemberaubend schön. Wieder zurück an der Pazifikküste erwartet Sie Iquique mit einer riesigen Sanddüne innerhalb der Stadt. Arica ist die nördlichste Stadt Chiles. Hier hat sich der berühmte Architekt Gustav Eiffel verewigt.
10. Woche
Ein Abstecher von der Panamericana führt Sie erneut in die Anden. Schneebedeckte Vulkane dominieren das Bild, Vicuña-Herden weiden in der kargen Hochlandsteppe. An der Grenze zu Bolivien liegt einer der höchsten Seen der Erde, dahinter erhebt sich der schneebedeckte Vulkankegel Parinacota. Die Landschaft erscheint wie gemalt. Sie erreichen La Paz, höchste und wohl verrückteste Grossstadt der Welt.
Der Höhenunterschied innerhalb der Stadt beträgt über 1.000m! Bei einem Spaziergang über den Hexenmarkt sehen Sie allerlei skurrile Dinge wie getrocknete Lama-Embryonen. Am nächsten Tag haben Sie die einmalige Gelegenheit, die berühmte „Todesstrasse“ in die Yungas, das Bolivianische Tiefland zu fahren (mit Bus oder Mountainbike). Unser nächstes Ziel ist der Titicacasee, der höchste schiffbare See der Welt. Bei einem Bootsausflug lernen Sie die schwimmenden Inseln der Uros kennen.
11. Woche
Sie reisen nach Peru ein. Cusco, die alte Hauptstadt des Inkareiches, ist zweifellos die schönste Stadt Perus. Die Einheimischen mit ihren traditionellen Trachten prägen das Bild der Weltkulturerbe-Stadt. Per Bus erkunden Sie das Heilige Tal der Inka mit den Inka-Stätten Saqsaywamán, Pisac und Ollantaytambo Die grossartigste aller Inkastätten besuchen Sie mit der Eisenbahn. Machu Picchu ist zweifellos ein Höhepunkt der gesamten Reise. Noch immer ist die Anlage von einem mystischen Zauber umgeben.
12. Woche
Aus den Anden geht es über 4.000m hohe Pässe an die Küste bei Nasca. Hier besuchen Sie prähistorische Mumiengräber und es bietet sich die Möglichkeit zu einem Rundflug über die NascaLinien. Neben überdimensionalen Figuren faszinieren auch Linien, die kilometerlang und selbst über Berge hinweg schnurgerade verlaufen. Die Panamericana führt Sie durch die Wüste zur Oase Huacachina, wo Sie eine rasante Buggy-Fahrt durch die Dünen unternehmen können. Sie erreichen Lima, die Hauptstadt Perus. Bei einer Stadtführung lernen Sie den kolonialen Teil der Stadt kennen. Am nächsten Tag haben Sie die Gelegenheit bei einer „alternativen“ Tour mit einem lokalen Guide die „Armenviertel“ in den Aussenbezirken zu entdecken. Sie bekommen dabei einen authentischen Einblick in den Alltag der Bevölkerung.
13. Woche
Der Norden von Peru ist die Wiege vieler Hochkulturen wie der Moche, Chimú oder Chachapoyas, welche bei uns nahezu unbekannt sind. Caral, die womöglich älteste Stadt der Welt, wurde hier errichtet. Sie besichtigen die archäologische Anlage Chan Chan. Die Stadt wurde komplett aus Lehmziegeln erbaut und war zur Blütezeit im 13. Jahrhundert eine der grössten Städte der damaligen Welt. Nicht weit entfernt befinden sich die Sonnen- und Mondpyramide. Insgesamt eine arme, aber geschichtlich und archäologisch spannende Ecke Perus, die von den meisten Touristen unbeachtet bleibt.
14. Woche
Im beeindruckenden Museum in Lambayeque sehen Sie die Königsgräber von Sipan. Sie fahren ein letztes Stück durch die Wüste, bis sich kurz vor der Grenze zu Ecuador die Landschaft schlagartig ändert. Es wird tropisch grün.
In Ecuador wird der berühmte Panamahut hergestellt, was Sie sich in der Kolonialstadt Cuenca anschauen werden. Schliesslich erreichen Sie mit Baños den wohl beliebtesten „Kurort“ Ecuadors am Fuße eines aktiven Vulkans. Mit einem offenen Bus fahren Sie bei Baños die „Route der Wasserfälle“, abends können Sie im Thermalbad entspannen.
An Strassenständen sieht man vielfach die lokale Delikatesse: gegrilltes Meerschweinchen.
15. Woche
Von Baños aus führt Sie die Strasse der Vulkane mit Abstechern zur Laguna Quilotoa und dem Vulkan Cotopaxi nach Quito. Das historische Zentrum der Hauptstadt Ecuadors zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie besichtigen nicht nur Quito selbst, sondern auch das Äquatordenkmal, wo Sie den Äquator überspringen und dabei mit einem Bein auf der Süd- und dem anderen auf der Nordhalbkugel stehen können. Auf dem Weg nach Kolumbien bietet sich die Möglichkeit, einen der grössten Märkte Südamerikas zu besuchen.
16. Woche
Sie reisen nach Kolumbien ein. Früher war das nördlichste Land Südamerikas ein Synonym für Drogenhandel und Entführungen. Das touristisch noch relativ unbekannte Land wird Sie mit faszinierender Landschaft sowie Gastfreundschaft und Lebensfreude seiner Bewohner positiv überraschen! Die weisse Stadt Popayán lernen Sie bei einer Chiva-Fahrt kennen. Auf einer Kaffeeplantage werden Sie aktiv in die Kaffeeherstellung eingeweiht. Im Valle de Cocora wachsen die höchsten Palmen der Welt. In Medellín wandeln Sie auf den Spuren Pablo Escobars und geniessen aus der Seilbahn einen tollen Ausblick. Cartagena ist ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrtschiffe und Touristen aus aller Welt und zählt zu den schönsten Städten Südamerikas. Bei einer Stadtrundfahrt erhalten Sie einen Eindruck von der Schönheit der historischen Hafenstadt.
17. & 18. Woche
Da es bis heute keine Strassenverbindung zwischen Süd- und Mittelamerika gibt, müssen die Wohnmobile von Cartagena nach Manzanillo (Panama) verschifft werden.
Sie beziehen ein komfortables Hotel und machen sozusagen Urlaub von der Reise! Während eines sieben- bis zehntägigen Aufenthaltes in der kolonialen Karibikstadt bereiten Sie die Verschiffung Ihres Fahrzeugs vor und haben Zeit, etwas „Urlaub von der Reise“ zu machen, sei es am Pool, am Strand oder in der schönen Altstadt.
Die Wohnmobile kommen an Bord eines RoRo-Schiffs (Rollon/Roll-off-Schiff). Die Überfahrt dauert einen Tag. Zum Abschied von Südamerika unternehmen Sie in Cartagena eine nächtliche Fahrt mit der Chiva – dem typischen offenen „Party-Bus“ mit Rum & Live-Musik an Bord.
Nach einem kurzer Flug nach Panama City werden Sie einige Nächte im Hotel verbringen. Bei einer Stadtrundfahrt lernen Sie das moderne Panama sowie die Schleusen am Panama-Kanal kennen. Die Skyline der Stadt sucht in Mittelamerika vergeblich ihresgleichen und kann sich mit Manhattan messen! Im Anschluss werden Sie Ihr Reisemobil wieder in Empfang nehmen.
Quelle:
Tourbuch «Panamericana Die Traumstraße der Welt», PanAmTour LLC, panamericanatour@gmail.com
