Im Rahmen unserer Reisevorbereitungen auf die Panamericana 2026 – 2028 haben wir dieses Wochenende ein Offroad-Fahrtraining für 4×4-Reisemobile von Tartaruga AG – dem bimobil-Generalvertreter in der Schweiz – besucht. Im Offroad-Gelände «Ultraterrain» in Geisingen DE wurde unser Unicorn sorgfältig und überwacht an seine Grenzen geführt.

Bereits am Donnerstagabend trafen sich die TeilnehmerInnen auf einer durch den Veranstalter gemieteten Wiese in der Ortschaft Geisingen. Jedes eintreffende Fahrzeug, egal ob LKW oder Van, wurde herzlich begrüsst und sofort fanden sich genügend Gesprächsthemen. Uns alle vereint die Lust am Fernreisen und an der Suche nach abgelegenen tollen Spots.

Fachsimpeln auf der Übernachtungswiese.

Am Freitagmorgen um 8 Uhr versammelten wir uns auf dem Gelände des Ultraterrain Offroad Park und wurden von Mitarbeitern der Tartaruga AG, Tobias Arn dem Geschäftsführer von Tartaruga sowie von Stefan Christner von bimobil begrüsst. Und nach einem Kaffee sowie eine kurzen Theorieblock ging es auch gleich ins Gelände.

Vom Husky bis zum LKW – für jeden bot der Offroadpark seine herausforderungen.

Wir besuchten mit unserem Unicorn verschiedene Posten mit immer unterschiedlichen Herausforderungen. Schräglagefahren, Anstieg über 30° (und wer oben ist, muss auch wieder runter…), Bachbettfahren, Verschränkungspiste, Sand- und Kiesbett sowie zum Abschluss die Rollercoaster-Strecke, welche alle Elemente vereinte.

Jede Übung wird vorher seriös rekognosziert und besprochen – auch der Anstieg im Flussbett.

Äusserst seriös wird in der Gruppe jede neue Herausforderung zu Fuss begangen und vor Ort besprochen. Denn auch der Anstieg in einem ausgetrockneten Flussbett hat seine Tücken.

Lagebesprechung im Flussbett.

Und es geht bei der Umsetzung – wie im richtigen Leben – nicht alles ohne Probleme vonstatten. Als ich mich im Flussbett versuchte, klemmte sich ein Felsbrocken zwischen die Zwillingsräder. Ein Weiterfahren hätte ein hohes Risiko für unsere neuen Reifen bedeutet. Also haben wir unter widrigen Umständen (35° Celsius und sehr beengte Platzverhältnisse) die Luft aus den Zwillingsrädern gelassen, den Steinsbrocken mit einem Abschleppseil zwischen den Reifen hervorgezogen und den Luftdruck mit dem Kompressor wieder erhöht.

Gefahren sind wir übrigens alle Hindernisse mit lediglich 3.0 bar in den Reifen. Ganz anders auf der Strasse, wo wir mit 5.1 bar unterwegs sind.

Mittagspause.

In der Mittagspause und auch am Abend wurden wir übrigens bestens von einem Foodtruck versorgt. Dieser ist übrigens auch im Verkaufsportfolio von Tartaruga AG und extra für uns aus der Schweiz angereist.

Wo man rauffährt, muss man auch wieder herunter.

Jeder Anstieg auf einen tollen Stellplatz bedingt, dass man nach ein, zwei Nächte auch wieder zurück fahren muss. Also geht es die 30°-Rampe auch wieder herunter. Die Herausforderung: sobald die Räder blockieren und sich das Fahrzeug quer stellt, geht der Aussenspiegel kaputt. Weil sich das Fahrzeug darauf legt…

Gegen Ende des Tages haben wir deutlich an Selbstbewusstsein gewonnen. Steigungen, Gefälle und Verschränkungen, welche wir uns noch am Morgen nie zugetraut hätten, waren plötzlich im Bereich des Möglichen. Zwar stieg der Puls nach wie vor und auch der Respekt ist glücklicherweise immer noch vorhanden. Aber wir wissen nun, was unser Unicorn unter der kundigen Anleitung der/des Fahrenden schafft.

Tanz auf drei rädern.
Auch der nächste Einsatz der Sandbleche ängstigt uns nicht mehr.
Feierabendbier.

Das Feierabendbier nach all den Strapazen hat ausgezeichnet geschmeckt. Und wir war froh, dass wir auf dem Übernachtungsgelände eine weitere Nacht stehen konnten, den kaum jemand verspürte grosse Lust, jetzt noch nach Hause zu fahren. Wir fachsimpelten noch bis spät in die Nacht und haben erneut viele neue Freunde gewonnen.

Vielen Dank auch an Caroline und Jean aus dem Elsass, welche uns erlaubt haben, auch auf ihr Fotomaterial zuzugreifen.

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4 Comments

  • SusPet
    Posted 20. Juni 2026

    Wow, das sieht spannend aus 👍😀
    wir kämpfen zur Zeit nur mit einer blockierten Handbremse…🤔😵‍💫

    • Andreas Hostettler
      Posted 21. Juni 2026

      Oje – mechanische oder automatische Handbremse?

  • Silvana Steffen
    Posted 21. Juni 2026

    Super gemacht! Das macht Spass und gibt Vertrauen ins Fahrzeug! Somit seid ihr auch wieder einen Schritt näher an der Panamericana. Bis bald 🙌🏼🍀🙋🏻‍♀️

    • Andreas Hostettler
      Posted 21. Juni 2026

      ¡Nos vemos pronto en Buenos Aires!

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