Letztes Wochenende fand in Bad Dürrheim das Treffen der TeilnehmerInnen unserer Panamericana-Tour statt. Zumindest der ersten 200 Tage unserer 2-jährigen Reise. Wir haben diesem Moment entgegengefiebert, denn dadurch wurde unsere Reise konkreter.

AM freitagnachmittag konnten wir alle noch relaxen – nach und nach traffen die Teilnehmer:innen in Bad Dürrheim ein.

Es ist für uns grundsätzlich eine neue Erfahrung. Als Fernreisende sind wir ja alles Individualisten, welche möglichst fernab der Massen eine Reiseerlebnis und einen Übernachtungsplatz suchen. Und nun sollen wir 7 Monate lang «in der Gruppe» reisen. Selbstverständlich hat dies nichts mit dem Thema «Konvoi fahren» zu tun. Dies ist sogar ausdrücklich verboten. Aber trotzdem werden wir 200 Nächte zusammen stehen, Erlebnisse und Eindrücke teilen sowie Herausforderungen meistern. Gelingt und dies? Oder überwältigt uns irgendwann der Lagerkoller oder die Reisemüdigkeit?

Hochkonzentriert folgen wir den ausführungen des Expertenteams.

Denn einfach mal 3, 4 Wochen an einem Ort zu verweilen um die vielen Eindrücke zu verarbeiten liegt nicht drin. Zu straff ist die Reise in Süd- und Zentralamerika getaktet. Und obwohl wir alleine oder mal mit ein, zwei Fahrzeugen in der Gruppe die Tagesetappen bewältigen – letztendlich sind wir doch Teil eines grossen Ganzen.

Das Teilnehmerfeld umfasst beinah jeden Fahrzeugtyp und jede Fahrzeuggrösse.

Es gibt zwei Reisegruppen. Unsere Gruppe 1 startet am 2. November 2026 in die Tour und Gruppe 2 folgt mit 10 Tagen Verzögerung. Die Gruppe 1 umfasst 20 Fahrzeuge der unterschiedlichsten Ausprägung. Fernreisemobile wie das unsere, aber auch Expeditionsmobile, Vans und traditionelle Wohnmobile. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Aufgaben der Fahrzeugvorbereitung, welche wir in diesen zwei Tagen individuell erhalten haben. Von der Motorenoptimierung über passendere Reifen bis zum Ausbau der elektronischen Autarkie – jede und jeder vor uns hat bei der Inspektion mindestens eine dringende Empfehlung erhalten.

Zudem verbrachten wir viele Stunden im Vortragssaal und erhielten Informationen zu Gesundheit, Finanzen, Kommunikation, Fahrzeugvorbereitung und -optimierung, Versicherungen und Fahrzeugverschiffung. Diverse Fachleute aus den entsprechenden Branchen konfrontierten uns mit den jeweiligen Herausforderungen. Abends war der Kopf jeweils voll und die persönliche To do-Liste länger und länger.

Aber wie sagte es die Reiseleitung zu Beginn der zwei Tage? Dies ist der Start in eine Reiseerfahrung, welche ein unverschämt hohes Neid-Potential besitzt 😊

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