Der Radweg der Ligurischen Riviera, auch bekannt als Ciclovia del Ponente und Ciclovia dei Fiori, ist ein Rad- und Fussgängerweg. Er erstreckt er sich zwischen den Gemeinden Imperia und Sanremo, ist etwa 29 km lang und zeichnet sich durch eine einfache, flache und sehr attraktive Strecke aus.

Zumindest das Höhenprofil ist wenig beeindruckend 😉

Seit über einem Jahrhundert kommen Touristen aus aller Welt an die Blumenriviera, die sogenannte Riviera dei Fiori. Ihr mildes Klima, ihre feinen Sandstrände und ihre mediterrane Vegetation machen die Blumenriviera noch heute zu einem der beliebtesten Reiseziele im Norden Italiens.

San Remo, Bordighera, Imperia und Ventimiglia: So heissen die bekanntesten Urlaubsorte an der Riviera dei Fiori. Der Name Blumenriviera leitet sich übrigens von der hier betriebenen Blumenzucht ab, in der der Grossteil der italienischen Schnittblumen produziert wird.

Der alte Bahnhof in San Remo.

Sie entstand durch den Ausbau der Küstenstrecke der alten eingleisigen Bahnlinie Genua-Ventimiglia, die im Jahr 2001 stillgelegt wurde. Die Idee, einen Rad- und Fussgängerweg auf der stillgelegten Bahnstrecke Genua-Ventimiglia zu bauen, entstand 1998.

Blick zurück auf die Stadt Sanremo.

Inzwischen sind, wie oben erwähnt, rund 30 Kilometer dieses Projektes realisiert. Nach wie vor wird aber noch gebaut und das Ziel ist ein durchgehender Weg von über 40 Kilometer entlang der ligurischen Küste.

Der Radweg ist eine eigentliche «Radstrasse» – immer Richtungsgetrennt und mit einem zusätzlichen Fussweg. Dabei wird die Aussicht auf das Mittelmeer nur von regelmässig auftretenden Tunnels unterbrochen.

Manchmal sind die Tunnel eher schmal…

Manchmal sind diese Tunnels eher schmal und dunkel. Vor allem weil die meisten Mietfahrräder nicht mit Licht ausgestattet sind. Und dann wieder stösst man auf ein Tunnel, welcher breit, hoch und mit Informationen an den Wänden zu Radlegenden ausgestattet ist.

… und andere sind eigentliche Rennstrecken.

Es kann auch passieren, dass der Ciclovia del Ponente plötzlich durch einen Wochenmarkt führt. Dann kombiniert man halt den Radausflug gleich noch mit den nötigsten Einkäufen.

Wochenmarkt mitten auf der Radstrecke.

Und nach jeder Tunneldurchfahrt wird man mit einem noch strahlenderem Panoramablick belohnt.

Ein Relikt aus früheren Zeiten.

Das Ende der Strecke liegt (von unserem Campingplatz Villaggio dei Fiori aus) in Imperia. Dort lassen wir uns in einem kleinen Lokal am Hafen nieder und geniessen einen wunderbaren Teller mit hausgemachter Pasta.

Mehr als ein Glas Rotwein dazu liegt aber nicht drin. Denn schliesslich geht es wieder rund 30 Kilometer zurück nach Sanremo. Erstaunlicherweise sieht der identische Weg mit der anderen Blickrichtung ganz anders aus. Das Auge findet neue Schmuckstücke am Wegesrand, welche bei der Hinfahrt verborgen blieben.

Olivenernte direkt am Radweg.

Übrigens ist es ein Trugschluss, dass der auf der Hinfahrt gespürte Gegenwind einem auf der Rückfahrt schiebt. Irgendwie bleibt Wind immer Gegenwind – das wäre mal eine wissenschaftliche Aufgabe, dieses Rätsel zu lösen.

Auf jeden Fall werden wir heute Abend bestimmt gut schlafen. Dem Wind, der Sonne, der Meeresluft und dem guten Mittagessen sei Dank 🙂

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2 Comments

  • Heinz
    Posted 23. Oktober 2024

    Habe soeben meine «to do list» um ein Ziel erweitert !
    Danke für den Beitrag.
    Bis bald, Heinz

    • Andi & Bea
      Posted 23. Oktober 2024

      Das freut uns ☺️

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